News

PIP-Implantate

Aufgrund der in jüngster Vergangenheit fast täglich neu erschienenen Meldungen bzgl. der Implantate der Firma Poly Implant Prothèse (PIP) sind Patientinnen verständlicherweise verunsichert.
 Ich freue mich all meinen Patientinnen mitzuteilen, dass Sie ganz beruhigt sein können. Die betroffenen Implantate wurden zu keiner Zeit von mir verwendet.

Die Hintergründe zu PIP-Implantaten

Der Firmengründer von PIP, Jean-Claude Mas hat bestätigt, dass er bewusst Industriesilikon für Brustimplantate verwendet hat. Das Füllmaterial ist minderwertig, das Silikon ist dünnflüssiger als üblich, dringt leichter durch die Hülle und macht diese dabei brüchig. Es sind vermehrt Rupturen aufgetreten. Tritt Silikon aus, kann es lokal zu Entzündungen, Reizungen und Lymphknotenschwellungen kommen, dies kann mit oder ohne Rissbildung auftreten. In Frankreich wurden Krebserkrankungen beschrieben, ein Zusammenhang ist aber nicht gesichert.

Um welche Implantate handelt es sich?

Es handelt sich um Implantate, die PIP seit 2001 weltweit verkauft oder über andere Hersteller vermarktet hat. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind folgende Silikongel-gefüllte Brustimplantate betroffen:

  • diejenigen des Herstellers PIP (Poly Implant Prothèse) 
  • bestimmte Modelle von M-Implants des Herstellers Rofil Medical 
  • „TiBREEZE“ des Herstellers GfE Medizintechnik

Nach aktuellen Schätzungen sind in Deutschland bis zu 10.000 Frauen betroffen.

Was bedeutet das für die Patientin?

Seit dem 6. Januar 2012 empfiehlt das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte), die Implantate vorsorglich entfernen zu lassen. Mehrere medizinische Fachgesellschaften, unter anderem die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) empfehlen die „Entfernung ohne Eile“. Betroffene Patientinnen sollten sich von ihrem Operateur bzw. von einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie untersuchen lassen. Es ist empfehlenswert, den Implantatausweis und weitere Dokumente der Implantate und der Operation mitzubringen. Sie können sich jederzeit gerne an mich wenden, um in ihrem Fall die geeignete Maßnahme zur Risikominimierung zu besprechen.

Wer bezahlt die Kosten?

Es ist unklar, wie weit die Krankenkassen die Kosten für eine Implantatentfernung übernehmen werden bzw. wie weit die Patientinnen an den Kosten zu beteiligen sind. Wahrscheinlich wird es kein einheitliches Vorgehen der Krankenkassen geben. Lösungen auf Kulanzbasis sind denkbar.

Zögern Sie bitte nicht mich zu kontaktieren, falls Sie betroffen oder verunsichert sind.